Plan-Do-Check-Act (PDCA)


PDCA ist ein Planungswerkzeug zur Einführung von Verbesserungen.  Bekannt wurde es durch W. Edwards Deming. PDCA steht für Plan (Plan), Do (Tun), Check (Prüfung), Act (Aktion). Dies sind die vier Komponenten eines Kreises, jeder Teil entspricht einem Viertel des Kreises oder "Rads" (siehe Abbildung 1). Deming nannte diesen Kreis den "Shewhart-Kreis", anderen nennen ihn den "PDCA-Kreis", und die Japaner sagen ganz einfach das "Deming-Rad".

PDCA liegt dem als kontinuierliche Verbesserung bekannten Prozeß zu Grunde. Per Definition ist nämlich die kontinuierliche Verbesserung stetig und wird durch die kontinuierliche Drehung des PDCA-Kreises, oder anders ausgedrückt durch die ständige Wiederholung der "Plan, Do, Check, Act"- Stufen, erreicht.

Plan, Do, Check, Act - Die vier Stufen 

Die unten beschriebenen vier Stufen sind Teile eines Problem Lösungs Prozesses.Die Dauer jeder Stufe wird durch die Natur des Problems an Hand bestimmt - Faktoren wie die Komplexität und die Menge an Information sind Beispiele für Dinge die ein Effekt auf die Dauer der einzelnen Stufen haben können.

  1. Die erste Stufe im PDCA-Prozeß bildet die Planungsphase. Das betrachtete Problem muß in dieser Phase exakt beschrieben werden und mögliche Verbesserungen sollten bereits identifiziert sein. Die wichtigsten Ursachen der Prozeßabweichungen sollten bestimmt und Vorbereitungen für die Datensammlung getroffen sein.

    Abbildung 1: Deming-Kreis oder PDCA-Kreis

  2. Die zweite Stufe beinhaltet die Durchführung, Beobachtung und Analyse. Die gewünschten Daten werden gesammelt und genau analysiert. Mögliche Fehlerquellen werden untersucht. Für die notwendigen Analysen werden statistische Hilfsmittel herangezogen.
  3. Die dritte Phase entspricht der Bewertung. Die Ergebnisse werden mit den Annahmen aus der Planungsphase verglichen. Der Beitrag zur Qualitätsverbesserung wird bewertet und die Analyse entscheidet schließlich darüber, ob eindeutige Beweise für Maßnahmen oder Prozeßänderungen vorhanden sind.
  4. Der Kreis ist beendet mit der Entscheidung für oder gegen eine Prozeßänderung. Sollen Veränderungen stattfinden werden die Vorgehensweisen entsprechend dokumentiert und auditiert. Danach kann der Kreis mit anderen Problemen wieder von neuem beginnen.

Obgleich dieser Prozeß nicht sehr komplex ist, mangelt es zuweilen an Werkzeugen und Methoden, mit denen die Aufgabe der Planung und Implementierung von Aufgaben einfach und zeitlich exakt ausführbar ist. Hier sind vor allem auch die 7 elementaren Werkzeuge für Qualität anwendbar.

Der kontinuierliche Verbesserungsprozeß bildet einen Kreislauf. Sobald Verbesserungen oder Lösungen gefunden und eingeführt sind, bedarf es weiterer Bemühungen (d.h. der Kreis beginnt von vorne) um weitere Verbesserungen zu finden. Siehe hierzu Abbildung 2.

 

Abbildung 2: PDCA und der sechsstufige Verbesserungsprozeß